Warum wollen Sie Oberbürgermeister werden, Herr Dr. Keller?

Interview mit dem CDU-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Stephan Keller (50) über Verkehr, Sicherheit, Sauberkeit, Umwelt, Stadtentwicklung und Wirtschaft.

Herr Dr. Keller: Sie wollen in Düsseldorf Oberbürgermeister werden. Warum?

Keller: Düsseldorf ist meine Heimat. Und Düsseldorf ist eine Stadt mit unglaublich viel Potenzial! Ich lebe gerne mit meiner Familie hier, und ich habe immer gerne in Düsseldorf gearbeitet. Als Beigeordneter im Düsseldorfer Rathaus habe ich mich sechs Jahre für unsere Stadt engagiert. Gemeinsam mit meinem Team habe ich z.B. den Bau der Wehrhahn-Linie und das Kö-Bogen- Projekt erfolgreich umgesetzt. Doch das war nur der Anfang! Als Oberbürgermeister möchte ich gemeinsam noch viel mehr für unsere schöne Stadt erreichen. Und ich möchte das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt machen. Denn ich bin ein Team Player!

Was ist denn Ihre Vision für Düsseldorf?

Keller: Es gibt schon so vieles, das in Düsseldorf liebens- und lebenswert ist. Aber es gibt auch vieles, das wir aktiv angehen und besser machen können! Mobilität & Stadtentwicklung, Bildung & Familie, Wirtschaft & Wissenschaft, Freizeit & Kultur, Sicherheit & Sauberkeit – diese Themen möchte ich mit allen Düsseldorferinnen und Düsseldorferinnen gemeinsam und mit unserer starken neuen CDU-Ratsfraktion nach vorne bringen!

Thema Klima: Sie wollen keine Umweltspur. Was ist denn Ihr Plan für die Klimaverbesserung in der Stadt?

Mehr Natur – weniger umweltschädliche Staus!

Keller: Eine meiner ersten Aussagen im Wahlkampf war, dass ich die Umweltspuren abschaffen werde. Als Oberbürgermeister, dem Klima und Nachhaltigkeit eine Herzensangelegenheit ist, werde ich das auch tun. Denn die Umweltspuren haben ihren Namen nicht verdient, im Gegenteil! Sie verursachen Staus und damit starke Emissionen und sind schlecht für die Umwelt, schlecht für die Wirtschaft und äußerst nervenaufreibend für Anwohner und Pendler. Die Debatte der letzten Tage hat auch noch einmal gezeigt, wie viele Menschen dafür sind, die Spuren wieder abzuschaffen. Und das wird auch gelingen. Denn sie sind befristete Verkehrsversuche, die gescheitert sind. Ich bin daher froh, dass der neue Rat darüber entscheiden wird! Mein Ziel, ein klimafreundliches Düsseldorf, werden wir mit anderen Mitteln erreichen: durch einen starken ÖPNV, gut ausgebaute Radwege, mehr Park & Ride-Plätze, eine intelligente Verkehrssteuerung und die Förderung von klimafreundlichen Antriebstechnologien und visionären Ideen! Außerdem werde ich 5.000 neue Bäume pflanzen. Damit habe ich bereits angefangen, und es gibt auch hier viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer, die sich an dem Projekt bereits beteiligen, z.B. mit Baumspenden.

Das Thema Sicherheit haben Sie angesprochen. Worauf muss der Düsseldorfer sich da bei Ihnen einrichten?

Keller: Als Ordnungsdezernent bin ich ein großer Freund davon, dass bestehende Regeln eingehalten werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir Düsseldorf als moderne und weltoffene Metropole gestalten können, ohne darauf zu verzichten, für Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen. Ich stehe für konsequente Kriminalitätsbekämpfung: Polizei und Ordnungsdienst schreiten schon dann ein, wenn kleinere Ordnungsverstöße begangen werden, z.B. Zigarettenkippen und Kaugummis, die achtlos auf die Straße geschmissen werden oder bei Lärmbelästigungen. Das Ziel der Strategie ist es, Straftaten bereits im Anfangsstadium aufzudecken und zu verhindern. Das Ergebnis dieser Strategie ist stets ein allgemeiner Kriminalitätsrückgang. Mein Aktionsplan für Düsseldorf umfasst außerdem eine stärkere Präventionsarbeit, schon in Kindergärten und Schulen, sichtbare Präsenz von Ordnungskräften und Polizei, konsequentes Aufräumen und Säubern von dreckigen Orten und Flächen und eine stärkere Vernetzung zwischen Stadt, Polizei und Justiz.

Mehr miteinander – weniger gegeneinander!

Was werden Sie für die Fahrradfahrer in Düsseldorf tun?

Keller: Das Fahrrad gehört zu den Fortbewegungsmitteln der Zukunft. Klimagerecht. Sportlich. Agil. Und es ist klar, dass die Städte darauf reagieren und fahrradfreundlicher werden müssen. Düsseldorf soll hier eine Vorreiterfunktion übernehmen. Bereits als Verkehrsdezernent habe ich mit meinem Team das Düsseldorfer Radhauptnetz konzipiert und es im Jahr 2014 vorgestellt. Seither ist nicht viel passiert. Ich bin passionierter Radfahrer und fahre oft mit dem Rad durch die Stadt. Ich weiß also aus eigener „Erfahrung“, was hier im Argen liegt. Daher werde ich als Oberbürgermeister ein eigenes Amt für Mobilitätsmanagement gründen, das sich vorrangig um die Umsetzung des Radhauptnetzes und Verbesserungen für den Fußgängerverkehr kümmern wird. So kommen wir schneller voran! Mir ist ein gutes Miteinander aller Verkehrsträger wichtig! So bin ich beispielsweise dagegen, die Kö komplett autofrei zu machen.

Damit sind Sie sich ja mit dem Interessenverband Königsallee einig…

Keller: Aus nachvollziehbaren Gründen. Als Hofbaumeister Kaspar Anton Huschberger die Kö Anfang des 19. Jahrhunderts plante, gab es kaum Autos, doch die Straßen links und rechts des Kö-Grabens waren damals wie heute sinnvoll. Die IG Königsallee hat hier einen guten Kompromissvorschlag unterbreitet – den ich unterstütze, weil er für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer eine vernünftige Lösung ist.

Das Thema Sauberkeit hatten Sie angesprochen. Was sind Ihre Pläne?

Keller: Ich war in den vergangenen Monaten jeden Tag rund um die Uhr in Düsseldorf unterwegs. Dabei fällt mir immer mehr auf, dass sich unsere Stadt in den vergangenen Jahren verändert hat. Und zwar in vielen Bereichen nicht zu ihrem Vorteil. Besonders beim Thema Sauberkeit hat Düsseldorf schon bessere Zeiten erlebt. Vom überquellenden Mülleimer bis hin zum wuchernden Unkraut – das muss doch nicht sein! Deshalb werde ich Düsseldorf wieder sauberer machen, durch mehr Ordnungskräfte, häufigere Reinigung von Parks, Grünanlagen, Rheinufer, Kinderspielplätzen, Haltestellen, Bahnhöfen und Unterführungen, durch besser Unkrautbeseitigung, häufigere Leerung von Müllbehältern und Containern und durch mehr öffentliche Toiletten in allen Stadtteilen.

Sie haben als Dezernent in Düsseldorf maßgeblich den Bau der Wehrhahnlinie und des Kö-Bogens verantwortet. Sehen Sie weitere Großprojekte?

Keller: Düsseldorf hat immer die Vision, die Kraft und die Expertise gehabt, große Projekte erfolgreich umzusetzen. Ich bin stolz, dass ich an einigen davon mitgewirkt habe. In den kommenden Jahren werden wir die Stadt weiterentwickeln. Im Bereich der Infrastruktur wird der Bau einer Rheinquerung für den ÖPNV und den Radverkehr im Düsseldorfer Norden (U81) das zentrale Projekt sein. In der Innenstadt wollen wir die Verlängerung der Rheinuferpromenade auf einen guten Weg bringen. Und wir werden den Neubau der Oper angehen. Auf diese Projekte freue ich mich.

Bitte noch ein Wort zur Wirtschaft!

Keller: Viele Branchen sind von der Coronakrise hart getroffen. Diese Unternehmen brauchen jetzt ganz besonders unsere Solidarität und volle Unterstützung! Ich bin bereits mit IHK und Handwerkskammer in guten Gesprächen. Und ich werde mich für Bürokratieabbau und schnellere Genehmigungen einsetzen, darum haben mich viele Unternehmerinnen und Unternehmer gebeten. Düsseldorf hat eine starke Wirtschaft: von Startups über Handwerk und Mittelstand bis hin zur Industrie. Ich werde ein zuverlässiger Partner für unsere Wirtschaft sein, denn von gesunden Unternehmen und attraktiven Arbeitsplätzen hängt der Wohlstand unserer Stadt ab!

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